| Berichte: Sabine Mattstedt |
Das Ferienhaus Marita ist eines meiner beliebtesten, und wie an den Bildern eines Gastes zu sehen ist, tatsächlich ein sehr schönes Haus, in idyllischer Lage.
Die überdachte Grillstelle und die ruhige Umgebung des Hauses laden förmlich zum Faullenzen ein. Ruhe und Entspannung, was viele Gäste von ihrem Urlaub erwarten finden Sie hier im Ferienhaus Marita.
Der ungetrübte Blick in die Sterne hat schon viele annimierte Fotografen zu ausgiebigen Fotosafaris an den Nachthimmel von La Palma getrieben.
Vor einigen Jahren kaufte ich einen Reiseführer über La Palma. Die Isla bonita versprach eine wunderbare Natur, wenig Tourismus und etliche Gelegenheiten für Aktivitäten. Seit dem lag das Büchlein im Regal und fand immer weniger Beachtung. Obwohl ich es mir fest vorgenommen habe, endlich mal einer der kanarischen Inseln zu bereisen, wollte es doch irgendwie nicht klappen. Und die Idee rückte immer mehr in Vergessenheit.
Ein gutes Klima, verschiedene Vegitationszonen, Ruhe und Gelassenheit, abwechslungsreiche Natur und einsame Strände - das schien dieses Jahr genau das Richtige zu sein.
Nach einigen Besuchen auf verschiedenen Internetseiten, haben wir uns für "Paradies La Palma" entschieden. Das im kanarischen Landstil erbauten und abgelegene Casa Marita mit eigenem Garten fiel in unsere engere Auswahl. Der Kontakt war easy und somit konnten wir uns schnell entscheiden.
Als wir unseren Mietwagen, den wir auch über "Paradies La Palma" buchten, in Empfang nahmen, konnte die Reise über die Insel losgehen. Nach einer Stunde Serpentinen und dem ersten Einkauf in einem San Martín, erreichten wir den kleinen, holprigen Weg, der uns zu unserem Casita führen sollte. Diesen empfanden wir als besonders aufregend, weil es immer höher und höher ging, holpriger und der Ausblick auf Berge und Kakteen immer schöner wurde. Wir erkannten es sofort. Das schwarze Steinhaus mit dem roten Dach! An einem ruhigen Plätzchen. Der Wind, der durch die langen Nadeln der Kiefern rauschte und ein in der Entfernung kläffender Hund, waren die einzigen Geräusche, die man entnehmen konnte.
Der Holzkohlegrill und der schöne Garten, ließen unsere Herzen höher schlagen. Wunderbare Pflanzen und Blumen, Mandelbäume und ein schöner Platz auf einer Holzbank luden zum Verweilen ein.
Von innen gefiel es uns auch gleich gut. Ich bin normalerweise nicht so ein Ferienhaustyp. Hier aber fühlten wir uns gleich wohl, da Architektur und Interieur gut harmonieren und zum Landhauscharakter passen. Großzügige Räume und eine gute Ausstattung ließen eine stressfreie Zeit ahnen.
Nach einem ausgiebigen Mahl aus gegrilltem Fisch und frischen Früchten, lernten wir unsere kleinen Mitbewohner kennen. Die kleinen Geckos, die in den Ritzen der Felswände lebten, leisteten uns stets Gesellschaft. Sie wechselten sich im Tag/Nachtrhythmus mit den zahlreichen Eidechsen ab, die aufkreuzten, wenn es warm wurde. Die possierlichen Tierchen gewöhnten sich schnell an uns - und wir uns an sie. Dieses harmonische Zusammenleben genoss auch eine hübsche Katze, die sich sehr zu Hause fühlte, was wohl mehr an dem Haus lag, als an uns.
Mit Kakteenfrüchten, Papaya, Mango, Pfirsichen und Bananen haben wir unseren ersten Morgen begonnen. Ein herrliches Frühstück, draußen auf Holzbank und Tisch. Wir genossen den Ausblick und die Ruhe. Die Sonne wärmte angenehm. Zum Haus gehörten auch Sonnenliegen, die bald zum Entspannen einluden.
Die zwei Wochen, die wir gebucht hatten, verbrachten wir sehr abwechslungsreich. Stets mit unserem kleinen Renault unterwegs, erkundeten wir die Insel. Das Programm wechselte zwischen Faulenzen in einsamen Strandbuchten, klettern auf spröden Lavafelsen, Wandern, schnorcheln und schwimmen. Wir mögen das Entdecken von besonderen Plätzen, einheimischen Bars und kleinen Dörfern. Hier und da ein Schwätzchen mit einem Palmero oder ein cortado an der Ecke, gehört für uns dazu. Als besonderes Highlight habe ich den Besuch bei den Delfinen empfunden. Als ich davon las, dass man mit einem Boot raus aufs Meer fahren kann, um Delfine und manchmal auch Wale beobachten zu können, vermutete ich erst einen Touristenfang dahinter. Doch als die flinken Tiere nach gut einer Stunde um uns herum schwammen und sprangen, freute ich mich sehr und fand das klasse.
Wer La Palma besucht, muss einmal auf den Roque de los Muchachos. Der Blick über die Wolken und in die Caldera ist unbeschreiblich. Auf 2450 m kommt jeder auf seine Kosten. Ob visuell oder körperlich – Verausgaben ist dort kein Problem.
Und so wechselte sich jeder Tag genussvoll ab, bis sich der Urlaub zu Ende neigte. Auf La Palma und in unserem Ferienhaus fühlten wir uns sehr wohl und wären gern noch länger geblieben.
| Ferienhausbericht Sabine Mattstedt |